Was ist Meditation?

Meditation ist ein Zustand jenseits des Denkens, dein natürlicher Zustand, den du dir erst dann bewusst wirst, wenn dein Verstand still ist. Es ist ein Zustand totaler Entspannung und somit das Gegenteil des Zustandes 'inneren Stresses', der Ursache vieler Krankheiten. Meditation kann nicht gemacht oder erworben werden. Was wir mit meditieren und Meditationen im Allgemeinen meinen, sind Meditationstechniken, die uns vorbereiten bzw. helfen, anzuhalten und den Moment bewusst zu erfahren. Allgemein bringt man die Aufmerksamkeit während des Meditierens zurück in die Gegenwart, weg vom Verstand, z.B. hin zum Atem, Körper, Gefühlen oder Sinneswahrnehmungen (das Zuhören, Betrachten, ...).

 

Abgesehen von den bekannten stillen Meditationen, gibt es zahlreiche aktive Meditationen, in denen Bewegung eine große Rolle spielt. Diese aktiven Meditationen setzen sich aus einer aktiven Phase und anschließend einer Ruhephase, in der man sich einfach entspannt und beobachtet, zusammen. Es wird getanzt, gesungen, gehüpft, geschüttelt, geatmet, zugehört, usw. - es gilt herauszufinden, welche Meditation für dich am besten geeignet ist, doch eines ist klar: Meditation soll Spaß machen!

 

Osho hat viele aktive Meditationen eingeführt, die für unseren modernen, überbeanspruchten Verstand gut geeignet sind. Diese sehr starken Meditationen ermöglichen dir, bald in einen Zustand tiefer Entspannung zu versinken.

 

Die hier angebotenen Meditationen:

Osho
Osho

OSHO Meditationen: DYNAMIC MEDITATION™, KUNDALINI MEDITATION™, NATARAJ MEDITATION™, NADABRAHMA MEDITATION™, DEVAVANI MEDITATION™, GOURISHANKAR MEDITATION™, MANDALA MEDITATION™, NO DIMENSIONS MEDITATION™, CHAKRA SOUND MEDITATION™, GIBBERISH
 
-> für genaue Beschreibung der OSHO Meditationen siehe z.B. unter http://www.osho.com/

 

andere Meditationen: buddhistische Meditationen (Vipassana, Zen), christliche Meditationen, Bodyscan, Mantren singen, Erforschungsmeditation (Kontemplation), Zuhören, Tanz- und Rhytmusmeditationen, Meditationen von Eckhard Wunderle, Eigenkreationen, Lachyoga, Methoden von Christian Meyer im Tagesablauf und als Einzelbegleitung

 

Für die Meditationen sind keine Vorkenntnisse nötig, lass dich einfach überraschen :-)

Warum meditieren?

Wenn du regelmäßig meditierst, erkennst du mehr und mehr dein wahres Selbst. Durch dieses Erkennen verschwinden Ängste, Stress, Zweifel, Sorgen, negative Gedanken … von selbst, und innere Zufriedenheit, Dankbarkeit, Liebe, Freude und Vertrauen stellen sich ein. Meditation regt die Selbstheilungskräfte im Körper an: beschleunigt den Heilungsprozess und ist die beste Gesundheitsvorsorge :-).

Meditation im Alltag

Ich möchte dir Meditation auch im Alltag ans Herz legen. Jeden Tag in etwa 15 Minuten lang in die Stille zu gehen und den Körper spüren, die Gefühle fühlen, ist ein guter Start. Ein bisschen achtsam mit dir selbst und deiner Umgebung (Natur, Tiere und Menschen) umzugehen, könnte auch ein Bestandteil deines Alltags sein, falls dies noch nicht der Fall ist. Auch sind wir die Schöpfer unserer Welt, und somit können wir unser Leben gestalten. Und jeder Moment ist dazu geeignet, die Entscheidung für ein Leben in Liebe, Achtsamkeit und in Einklang mit Natur, Tier und Mensch zu treffen. Und mit dieser Entscheidung triffst du eine Entscheidung für dich, du sagtst ja zu dir, als Teil des wunderschönen, unendlichen Ganzen. Und dieses Ja gibt dir diese unbenennbare Freude, innere Zufriedenheit, und dieses Glück, die du (und jeder von uns) von Herzen immer gesucht hast.

 

Eine Meditation oder Geschichte zum lesen:

Mo

12

Sep

2011

Bergwanderungsmeditation

Bitte nimm dir etwas Zeit, benütze deine Vorstellungskraft und lasse die Worte auf dich wirken, während du liest. Sei aufmerksam während du von einer Seite zur nächsten wanderst, nimm dir Zeit hin und wieder deinen Atem zu spüren und die Umgebung wahrzunehmen. Nimm es als eine Meditation, du bist nur mit dir selbst, keine Gespräche untereinander.

 

Viel Spaß dabei!

 

Seite 1

 

 

Du stehst in einem dunklen Wald, umgeben von sehr hohen Bäumen. Dein Blick reicht aus, um ein paar Meter um dich zu sehen, doch nicht weiter. In weiterer Entfernung siehst du nur Nebel. Du siehst viele Wege, die von hier wegführen und doch keinen.

 

Du grübelst, überlegst, welchen Weg du nehmen sollst, um aus diesen Wald zu gelangen, zu deinem Ziel, dass heute ein Berggipfel ist.

Du erinnerst dich an Leute, die dir früher mal begegnet sind, sie sagten, der Gipfel befindet sich im Süden.

Du erinnerst dich an Bücher/Schriften, die du früher mal gelesen hast, die sagten, der Gipfel befindet sich im Osten.

Du erinnerst dich, wenn du früher mal eine Entscheidung getroffen hast, gingst du immer in Richtung Norden.

Du hälst einen Moment inne, beobachtest dich, spürst in dich hinein und deine Aufmerksamkeit/Intuition/dein Herz zieht dich in Richtung Westen.

 

Beim Überlegen wird dir eines klar: hier zu stehen und zu überlegen welchen Weg du nehmen sollst, bringt dich keinen Schritt näher an dein Ziel. Egal für welche Richtung du dich entscheidest, nur durch das Gehen kannst du selbst herausfinden welche Richtung die passende für dich ist. Der Verstand hilft dir hier nicht weiter.

 

[Wir alle leben hauptsächlich in der Welt des Verstandes. OSHO sagt: „das ist geborgtes Wissen.“ Wir lesen Bücher, wir hören Menschen zu und die Meinungen und Infos die wir für ‚richtig’ halten, nehmen wir an, andere lehnen wir ab. Doch die Erfahrungen, die wir selbst machen und gemacht haben, sind unser eigenes Wissen. Da wissen wir einfach, dass es so ist.]

 

Du entscheidest dich für eine Richtung und beginnst zu gehen.

 

Seite 2

 

 

Der Weg führt dich den Wald entlang. Du verspürst Kälte, die du schwer auszuhalten vermagst. Du denkst und möchtest nur weg von hier, erinnerst dich an warme Tage, Tage die du herbeisehnst. Nach etwas längeren Überlegen wird dir klar, dass es so schnell keinen Ausweg gibt, du beginnst diese Kälte zu akzeptieren und das Gehen erscheint dir jetzt einfacher sein. Du kannst die Kälte genießen.

 

Seite 3

 

 

Du gehst weiter, die Sonne erreicht dich, und es wird langsam warm, es ist sehr angenehm. Du verspürst jetzt Hitze, das freut dich anfangs sehr, doch schon bald ist es so heiß geworden, dass du es schwer auszuhalten vermagst. Du denkst, du möchtest nur weg von hier. Alles andere scheint in dieser Situation besser zu sein, du erinnerst dich an die Kälte und möchtest sie wieder. Nach längerem Überlegen wird dir klar, dass alles sinnlos ist, es ist unmöglich, der Hitze jetzt auszuweichen. Du fängst an, die Hitze zu akzeptieren. Wieder erscheint es dir nur durch das Akzeptieren alleine schon viel einfacher, diese Hitze auszuhalten und du fängst an, die Hitze zu genießen.

 

Seite 4

 

 

Du gehst weiter und kommst zu einer Lichtung.

Du machst eine kleine Pause, vielleicht setzt du dich hin. Du siehst die wunderschöne Natur, die Bäume, die Tiere, die dich umgeben und erkennst: Alles im Außen ist veränderlich, nichts hält ewig, auch wenn du in einer schwierigen Situation bist, weißt du, auch diese Zeit wird vorbeigehen und die schöneren Zeiten werden kommen. Diese eigene Erfahrung/dieses eigene Wissen zeigt dir, dass man auch schwierige Zeiten akzeptieren kann, dann fällt es leichter, diese zu genießen, mit dem Wissen: jeder Moment ist vergänglich, jeder Moment ist einzigartig.

 

Seite 5

 

 

Nun kommt dein Verstand wieder, du fragst dich, ob du wohl die richtige Entscheidung getroffen hast, hättest du doch besser einen anderen Weg einschlagen sollen? Was wird in der Zukunft passieren, was ist wenn du die falsche Entscheidung getroffen hast. (Ich werde mich verirren, ich werde nicht rechtzeitig wieder nach hause kommen, werde ich jemals wieder nach hause kommen?...) Sorgen über die Zukunft, Schuld, Vorwürfe über die Vergangenheit. So verweilst du noch etwas verloren in deinen Gedanken. Doch dann erkennst du plötzlich: Das alles denken bringt dich jetzt nicht weiter. Du musst gehen, nur dadurch kannst du zu deinem Ziel gelangen. Du gehst weiter.

 

[Der Verstand ist ein gutes Werkzeug, doch wenn man nicht weiß, wie man ihn benützt, kann er dich auch an der Nase herumführen. Der Verstand kann in der Gegenwart nicht existieren. Er springt zwischen Vergangenheit und Zukunft hin und her. Das bloße Akzeptieren und Genießen der Gegenwart ist auf Verstandesebene nicht möglich. Deshalb stellt sich die Frage (nicht intellektuell sonder experimentell): was ist der Verstand, bist du dein Verstand? ]

 

Seite 6

 

 

Der Nebel, der dich anfangs so dicht eingehüllt hat, lockert sich etwas auf. Du siehst etwas weiter deinen Weg vor dir und deinen Weg hinter dir. Und auch kannst du zwischendurch den Himmel hinter den Wolken erblicken.

 

Du spürst du bist nicht verloren, alles wird gut ausgehen. Vielleicht begegnest du Tieren, oder Menschen, du teilst die Gegenwart mit ihnen, doch du erkennst auch, dass du weitergehen musst. Du möchtest an dein Ziel gelangen. Auch wenn es dir schwer fällt, diese Menschen/Tiere/Umgebung gehen zu lassen, gehst du weiter. Wieder erkennst du, jeder Moment ist einzigartig. Zuerst warst du alleine, dann gingst du ein Stück des Weges mit jemandem gemeinsam und jetzt bist du wieder allein. Alles im Außen verändert sich ständig, es festzuhalten ist unmöglich. Das was du tun kannst ist, den Moment zu genießen, wenn er da ist, so total wie möglich, dann fällt dir das Weitergehen auch nicht schwer. Meistens wünscht man sich Dinge zurück, die man nicht total, intensiv gelebt hat. Das was man intensiv gelebt hat, will man auch nicht festhalten.

 

Seite 7

 

 

Du gehst weiter. Hin und wieder versucht dein Verstand dich wieder mit Nebel einzuhüllen. Du vergisst die Gegenwart, die Umgebung, alles. Er hört nicht auf zu Zweifeln über den gewählten Weg, über das was kommen mag. Auch kannst du die Gedanken nicht abschalten, die fragen, ob du wohl in der Vergangenheit richtig entschieden hast. Doch immer schneller bemerkst du, dass du in Gedanken verloren bist und damit kommst du zurück in die Gegenwart. Immer schneller erkennst du, dein Verstand kann dir jetzt immer noch nicht helfen.

 

[Regelmäßiges Meditieren hilft dir, schneller wieder zurück in die Gegenwart zu kommen und diese bewusst wahrzunehmen. Die Wahrheit, die Realität spielt sich immer in der immerwährenden Gegenwart ab. Bist du in Gedanken verloren, so verpasst du diesen einzigartigen Moment]

 

Seite 8

 

 

Du gehst weiter. Nun geht es steil bergauf. Du kommst nur langsam voran. Du spürst deinen Körper wie nie zuvor. Du machst eine Pause. Du atmest tief, bewusst durch und stellst dir die Frage: wie oft im Alltag bist du dir deines Atems bewusst? Der Atem funktioniert immer, von selbst, doch deine Aufmerksamkeit schenkst du ihm nur sehr selten. Dir wird Weiters klar, dass du jetzt erst bemerkst, wie du eigentlich gehst und wie du dastehst. Du bist dir deiner Körperhaltung jetzt bewusst. Wieder stellt sich die Frage, wie oft schenkst du deinem Körper im Alltag deine Aufmerksamkeit? Bist du dir beim Gehen, Essen, Duschen, … deinen Körperbewegungen bewusst die du machst, oder bist du öfters tief in Gedanken versunken?

 

[Dein Körper ist ein gutes Werkzeug. Es ist wichtig, gut auf ihn aufzupassen. Schenkst du deinem Körper ein bisschen Aufmerksamkeit/Energie, so regst du dadurch deine Selbstheilungskräfte automatisch an. Es stellt sich die Frage: was ist mein Körper, bin ich mein Körper?]

 

Seite 9

 

 

Du hast dich inzwischen etwas erholt, lässt deinen Verstand, dich nicht mehr so lange aufzuhalten und gehst den Steilhang hinauf. Es ist doch unglaublich schön zu sehen, welche Kraft dein Körper hat, wenn du ihn brauchst. So schaffst du auch das nächste Stück. Du hälst kurz an. Nun wirfst du einen Blick zurück. Du bemerkst, wie sich der Nebel gelockert hat, du siehst weit in die Ferne. Es ist wunderschön. Obwohl du müde bist, fühlst du dich leicht und frei. Du genießt das Jetzt. Du möchtest stehenbleiben, diesen glücklichen Moment festhalten, doch du erkennst – du bist noch nicht am Ziel. Schwer, aber doch entscheidest du dich weiterzugehen.

 

Seite 10

 

 

Nebel kommen, Nebel gehen, du beobachtest sie. Täler kommen, Täler gehen, Höhen kommen, Höhen gehen. Du akzeptierst sie, du genießt sowohl die Täler, als auch die Höhen. Manchmal kommen noch Zweifel, Vorwürfe, doch du hast gelernt, diese einfach nur zu beobachten. Du weißt jetzt, dass du deine Energie den Gedanken gibst, indem du ihnen deine Aufmerksamkeit schenkst und kannst entscheiden, welchen Gedanken du deine Energie geben willst. Du beobachtest deine Gedanken, kommst zurück in die Gegenwart und vertraust darauf, auf dem richtigen Weg zu sein.

 

Seite 11

 

 

Und dann nähert sich der Gipfel. Du siehst ihn vor dir, du erkennst, du bist am richtigen Weg. Es ist noch ein Stück zu gehen, auch hart und steil, doch er ist machbar. Du drehst dich um, du schaust zurück. Fast keine Nebel mehr, super Aussicht, weit, weit in die Ferne. Du siehst den Punkt, wo du begonnen hast. Du siehst alle Wege, die weg von diesem Punkt führen. Du erkennst nicht nur, dass du den richtigen Weg gewählt hast, du erkennst auch, dass alle Wege früher oder später hier her führen. Du erkennst, es ist unmöglich, eine falsche Entscheidung zu treffen – also wofür waren diese vielen Gedanken?

 

Du erkennst so klar die Orte, die Landschaft, die Menschen, alles, was dich umgibt und was weit weg in der Ferne liegt. Und von hier aus, ist es einfach den Weg zum Gipfel zu erkennen. Auch siehst du viele verschiedene Wege, die wieder von diesem Gipfel hinabführen, zu den Orten, wo du dann hingehen kannst. Du siehst, wo diese verschiedenen Wege hinführen, und weißt, du kannst bewusst entscheiden, welchen du gehen möchtest. Dein Verstand und dein Körper, beide dienen dir nun als sehr wertvolle Werkzeuge.

 

Seite 12

 

 

Du überlegst, sollst du jetzt schon umkehren, dir einen Weg wählen, deine Lieben zu besuchen, oder gehst du noch das letzte Stück? Eines ist klar, alles kannst du von hier aus noch nicht sehen. Doch die Verlockung schon jetzt einen Weg einzuschlagen ist groß. Es ist sehr schön, innere Zufriedenheit und Stille breiten sich aus, du genießt so und möchtest es teilen. Also gehst du weiter?

 

Seite 13

 

 

Du bist der Wahrheit sehr nahe. Hin und wieder hörst du ganz leise in deinen Hinterkopf deinen Verstand, der versucht, dich aus der Mitte zu reisen. Du beobachtest ihn, du nimmst ihn wahr, doch du weißt, er kann dich nicht stören. Die Stille, die innere Zufriedenheit, die sich einstellen, erfüllen dein Wesen, was mit Worten unmöglich zu beschreiben ist. Doch jetzt stellt sich noch eine Frage: ich beobachte meine Gedanken, also kann ich mein Verstand nicht sein, ich beobachte meinen Körper, also kann ich mein Körper nicht sein. Wer bin ich dann?

 

Die Antwort befindet sich wohl auf den Gipfel. Gehst du weiter? Kommst du an? Es liegt an dir. Eines ist klar, bist du angekommen, erkennst du die Wahrheit, die Realität, was mit Worten/dem Verstand nicht erfassbar ist! Das ist der Zustand der Meditation.

 

Seite 14

 

 

Nachwort:

 

Natürlich ist das nur eine Geschichte, meine Auffassung von Meditation. Es ist nicht absolut. Jeder muss für sich fühlen, und selbst verstehen (nicht mit dem Verstand, mit seinem ganzen Wesen), was Meditation bedeutet!

 

Jeder Mensch will glücklich sein. So verschieden sind wir gar nicht. Von vielen Generationen her lernen und erfahren wir nur, im Außen das Glück zu suchen/finden. Ja, materielle Dinge, andere Menschen, usw., machen uns glücklich, doch ist dieses Glück meistens zeitlich begrenzt. Wir haben ganz vergessen, im Inneren das Glück zu suchen/finden. Wie kann man glücklich sein, wenn man nicht weiß, wer man ist und was man überhaupt will?

 

Seite 15

Ende

 

 

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